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Italienische Architektur


Byzantinischer Baustil

Geschichtlicher Hintergrund

  • das byzantinische Reich entstand im 4. Jahrhundert durch die Teilung des römische Reich in Ostrom und Westrom
  • die byzantinische Kultur bestand aus dem römischen Recht, der griechischen Sprache und dem christlichen Glauben

Byzantinische Architektur allgemein

  • wird auch als hängende Architektur bezeichnet
  • damit ist gemeint, dass nicht zu erkennen ist, dass die Gewölbe der Gebäude durch Säulen getragen werden (Säulen werden als herabsinkende Wurzeln gesehen)
  • Kirchen sind würfelförmig und haben eine oder mehrere Kuppeln und sind meist schlicht

Die frühbyzantinische Architektur

  • typisches Gebäude: Basilika, Zentralbau
  • Merkmale am Beispiel der Basilika:
    • sie ist eine große, rechteckige Halle
    • sie besitzt ein Mittelschiff und zwei oder vier Seitenschiffe
    • die Schiffe werden durch Säulenreihen voneinander getrennt
    • oft befinden sich Bögen oberhalb der Säulen

Die mittelbyzantinische Architektur

  • ein wenig veränderter Baustil: Vierstützenbau, wobei die Kuppel nun von 4 Säulen getragen wird
  • Kirchen werden noch größer gebaut

Die spätbyzantinische Architektur (so genannte 'Palaiologische Renaissance'):

  • Außenbau erhält neuartige Farbakzente durch verschiedene Lagen von Hausstein und Ziegeln

Lombardischer Baustil

Geschichtlicher Hintergrund

  • im 6. Jahrhundert eroberten die Langobarden im Zuge der Völkerwanderung große Teile Italiens
  • die Langobarden stießen dort auf die Ruinen des römischen Reiches und den damals vorherrschenden byzantinischen Baustil
  • der Langobarden waren von dem Baustil beeindruckt und beschützten deren Handwerker und Architekten
  • entwickelten sie den byzantinischen Baustil weiter, der dann zum lombardischen Baustil wurde
  • vor allem zu finden in Mailand und Pavia

Lombardische Architektur

Hauptkennzeichen des lombardischen Baustils ist die Verzierung der Außenwände durch:
  • Blendarkaden
  • Pilaster
  • Lisene
  • Bogenfries

Renaissance

Mit der Renaissance ist die Kunst etwa zwischen 1350 und 1520 gemeint. Die Renaissance ist zunächst ein auf Italien begrenztes Phänomen. Das Leitmotiv der Renaissance ist die Wiedergeburt der Antike.

Fakten und Merkmale der Renaissancearchitektur

  • genaue Wiedergabe des Style der Antike
  • Grundrisse lehnen sich an einfache geometrische Elemente an
  • Überwindung der tristen Mittelalterkunst
  • anthropozentrisches Weltbild
  • Entstehung des Bürgertums

Palazzo

  • folgt traditionell der Architektur der antiken Insula ( antikes römisches Mietshaus)
  • unteres Stockwerk besteht aus groben Rustikalquadern
  • oberes erstes Stockwerk besteht aus feiner behauenen Steinen (Hauptwohnsitz der reichen bürgerlichen Familien)
  • oberstes Stockwerk besteht aus fein behauenen Steinen
  • Dach wird durch ein Kranzgesims eingeleitet
  • symmetrische Gliederung der Fassade

Villen von Andrea Palladio

  • Landschaft wird in das Architekturkonzept eingebunden
  • häufig gleich aufgebautes Grundschema geometrische Formen
  • Eingang ähnelt Tempelfront
  • Betonung des Giebels
  • Intention des architektonischen Konzepts:
    • Harmonie verdeutlichen
  • Einzelglieder fügen sich zum Gesamtbild
  • Bemühungen Idealarchitektur zu schaffen

von Harald Klingebiel und Simon Baumgarten