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Galileo Galilei


Lebenslauf

  • geboren am 15. Februar 1564, gestorben am 8. Januar 1642
  • entstammte florentinischen Patrizierfamilie (Vater war Händler)
  • ab 1580 studierte er vier Jahre Medizin in Pisa
  • 1584 ging er nach Florenz um Mathematik zu studieren
  • 1589 - 1592 war er Lektor für Mathematik in Pisa
  • 1592 - 1610 besetze er als Professor den Lehrstuhl für Mathematik an der Universität in Padua
  • 1610 wurde Galilei dank des Großherzogs der Toskana Hofmathematiker in Florenz

Kinematik

Zu seinen bedeutendsten Errungenschaften während seiner Forschungsarbeit zählen die Erkenntnisse über den freien Fall. Galilei erkannte, dass die Geschwindigkeit von der gleichmäßigen Beschleunigung abhängig ist. Hierzu führte er Experimente mit einer schiefen Ebene ohne Reibung durch, was es ihm ermöglichte, die gleichförmig beschleunigte Bewegung zu verlangsamen und sich damit bessere Versuchsbedingungen zur Messung zu schaffen. Galilei fand heraus, dass im Vakuum alle Körper -unabhängig von ihrer Masse- die gleiche Beschleunigung erfahren. Damit widerrief er sich selbst, denn 1590 vertrat er noch die These, die Beschleunigung durch die Erdanziehung sei von der Dichte der Körper abhängig. Zudem begründete er das Relativitätsprinzip, wonach alle Körper in Bezug auf die Geschwindigkeit in Relation zueinander stehen. Demnach würde ein stehender Mensch die Geschwindigkeit eines Körpers normal wahrnehmen. Zwei sich gleich schnell bewegende Menschen würden keine Geschwindigkeit des jeweils anderen registrieren, wenn man einmal von einem möglichen Hintergrund absieht.

Das Galileo-Thermometer

Dieses von Galileo Galilei erfundene Thermometer besteht aus einem mit Flüssigkeit gefüllten, durchsichtigen Zylinder, in dem sich Glasblasen befinden, die mit einer farbigen Flüssigkeit gefüllt sind. Nimmt nun die Außentemperatur zu, so erwärmt sich auch die Flüssigkeit im Zylinder und deren Dichte sinkt. Die in der Flüssigkeit schwimmenden Blasen sind alle genau abgewogen, sodass sie bei einer bestimmten Temperatur und der damit verbundenen Dichte der Flüssigkeit in dieser frei schwimmen. Ist die Temperatur etwas höher oder niedriger, sinkt die jeweilige Blase auf den Boden des Zylinders oder steigt nach oben auf. So gibt immer die jeweils unterste schwimmende Blase die derzeitige Temperatur relativ genau an, eine entsprechende Eichung der Blasen vorausgesetzt.

Weitere Erfindungen Galileis sind:

  • Belichtungsanlagen
  • Taschenkamm
  • Ein Stift, der dem heutigen Kugelschreiber stark ähnelte
  • (Verbesserung eines) Fernrohr(s)
von Thorben Schierhorn und Alexander Stark


Der Konflikt zwischen Galileo Galilei und der Kirche


Vorgeschichte

Die Kirche spricht im Jahr 1916 ein Verbot aus, das die wissenschaftliche Weiterentwicklung im Gebiet der Astronomie stoppt. Das Buch von Nikolaus Kopernikus, das die Bewegung der Erde um die Sonne beschreibt, wird verboten. Diese Verbote bringen Galilei in einen schweren Konflikt, da seine Beobachtungen für ihn eindeutig sind, nämlich dass die Erde sich um die Sonne dreht.

Galileis Schweigen (1616 bis 1624)

Wegen des von der Kirche ausgesprochenen Verbots, beschäftigt Galilei sich mit anderen Themen wie z.B. militärischen Fragen. 1623 wird Kardinal Barberini zum neuen Papst Urban VIII gewählt, der aus einer Florentiner Patrizier Familie stammt. Da er gebildet ist, glaubt Galilei in ihm einen Befürworter zu finden. In sechs Audienzen hebt er das Verbot zwar nicht auf, deutet dem Wissenschaftler jedoch an, dass noch Spielräume vorhanden sind.

Galileis Buch "Der Dialog" (1624 bis 1632)

Galilei beginnt ein Buch über die Weltsysteme zu schreiben und stellt es 1630 fertig. Die Zensoren in Rom studieren den Text und machen einige Anmerkungen. Sie machen Galilei klar, dass er das kopernikanische Weltsystem nur als Denkmodel schildern darf und berufen ihn nach Rom. In Florenz bricht jedoch die Pest aus und die Stadt wird unter Quarantäne gestellt. Das bedeutet, dass er im Moment keine Romreise antreten kann. Trotz seines schlechten Gesundheitszustandes, tritt er im Januar 1633 seine Reise nach Rom an.

Inquisition 1633

  • Galilei kommt Anfang April in Rom an und wird von den Inquisitoren verhört
  • Galilei bekennt sich in einem Verhör vom 30. April dazu in seinem Buch geirrt zu haben
  • wird an die toskanische Botschaft überführt
  • der Prozess findet am 22. Juni statt
  • im Jahre 1616 wurde ihm von Kardinal Bellarmin zugesagt das kopernikanische Weltbild hypothetisch zu untersuchen, aber in keinem Fall zu lehren oder zu verteidigen
  • es wird ihm nun vorgeworfen mit seinem Buch "Der Dialog" gegen diese Auflagen verstoßen zu haben
  • zunächst leugnet er dies, gibt dann jedoch an Fehler in seinem Werk gemacht zu haben
  • um nicht der Ketzerei und somit der Todesstrafe verurteilt zu werden, widerruft er
  • beim Urteil über eine lebenslange Kerkerhaft muss Galilei einen Text, von der Inquisition
  • vorbereitet, vorlesen
  • dieses Urteil war jedoch umstritten und wurde von 3 der 10 urteilenden Kardinäle nicht unterschrieben

Nach dem Urteil

  • Galilei wurde nach wenigen Wochen von Rom zum Erzbischof nach Siena verlegt
  • der Erzbischof war ein großer bewunderer Galileis und ließ ihn nach 5 Monaten in seine Villa in Arcetri zurück
  • er stand jedoch unter Hausarrest und durfte nicht lehren und nicht publizieren
  • auch seine sozialen Kontakte waren eingeschränkt, aber er stand in Kontakt mit anderen Wissenschaftlern
  • ohne das Wissen der kath. Kirche arbeitete Galilei weiter an seinem Hauptwerk "Discorsi e Dimostrazioni Matematiche intorno a due nuove scienze "
  • 1635 wurde die Discorsi außerhalb des Einflussbereichs der kath. Kirche veröffentlicht
von Jörn Gläser und Hannes Thomsen